ZÄRTLICHE COUSINEN |
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86 Min. | 640457 | 11.98 € [order] |
| Originaltitel: | Tendres Cousines | ![]() |
| Regie: | David Hamilton | |
| Musik: | ||
| Darsteller: | Thierry Tevini, Anja Schüte, Valerie Dumas, Elisa Servier, Evelyne Dandry, Jean-Ives Chatelais, Macha Méril, Hannes Kaetner | |
| Frankreich / Deutschland (West) 1980 |
Frankreich im Sommer 1939. Die Ferien verbringt der 14jährige Julien mit Familie und Verwandten in einer Pension auf dem Land.
Zu den illustren Gästen zählt auch ein gealterter deutscher Professor, der damit experimentiert, Seelen von Verstorbenen in Luftballons einzufangen. Weitaus interessanter aber ist die Atmosphäre unter den Angestellten. Zwischen den Mägden und Knechten auf dem Hof herrscht ein hemmungsloses lüsternes Treiben.
Zu seinem Unglück ist Julien in seine 2 Jahre ältere Cousine Julia verliebt. Die aber zeigt ihm die kalte Schulter. Sie hat mehr Augen für den Schürzenjäger Charles, den doofen Verlobten von Juliens großer Schwester. Julien wird von den Avancen der jüngeren Cousine Poune genervt. Die kann er nur brauchen, damit sie ihm hilft, dem unbeliebten Charles dumme Streiche zu spielen.
Frustriert von seinen unerwiderten Liebesgefühlen für Julia läßt sich Julien in seiner Neugier von dem frivolen Zimmermädchen Mathilde verführen. Als Mathilde splitternackt in Juliens Bett erwischt wird, jagt man sie davon. Aber an den lockeren Sitten des übrigen Personals auf dem Landgut ändert das nichts.
Und Julien hat bereits zu viel gekostet, um weitere sexuelle Abenteuer sein zu lassen.
Als der Krieg ausbricht und die Männer einrücken müssen, bleibt Julien als einziger Hahn im Korb zurück zwischen lauter Frauen. Nun reißen sich die jungen Mägde förmlich darum, den zarten Jüngling zu verwöhnen. Mit Justine erlebt der Knabe im Heu sein erstes Mal. Immer mutiger werden danach seine Fantasien, immer unersättlicher sein Hunger nach Sex. Nach weiteren Übungen mit den lüsternen Mägden scheint für Julien langsam der Weg zur geliebten Cousine Julia frei zu werden...
Man kann sich die Augen reiben, soviel man will, das verschwommene Bild bleibt so. Fotograf David Hamilton legte einen Unschärfefilter über den gesamten Film.
Das soll eigentlich nur die Nacktszenen so verschleiern, daß das Kunstwerk nicht als pornographisch gewertet werden kann. Über die ganze Länge ist diese Technik weniger angenehm.
Nichtsdestotrotz überschritt Hamilton mit "Zärtliche Cousinen" die Grenzen dessen, was bis dahin im erotischen Film erlaubt war, indem er explizit einen minderjährigen Knaben bei seinen ersten sexuellen Erfahrungen zeigte. Die Sexualität von Heranwachsenden wird in der westlichen Gesellschaft leider noch immer tabuisiert und bleibt aus dem Medium Film verbannt. So ist Hamiltons sinnlicher Film auch nach fast 30 Jahren noch ein seltenes Juwel. Und moralinsaure Kritiker schimpfen ihn immer noch als Softsex, obwohl das reichlich übertrieben ist, denn Titten sieht man heute doch in jedem Film.
(Pino DiNocchio)
| Tonspur: | Deutsch / Französisch |
| Untertitel: | keine |
| Bild: | 16:9 Widescreen 1:1.66 |
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